Drucken

Beschüttungen

Ausgleichsschüttungen

Je nach Verlangen können Ausgleichsschüttungen als Splittbeschüttung, wärmedämmender Leichtbeton oder Polystyrolbeton verarbeitet werden.

Diese sind notwendig um Bautoleranzen auszugleichen oder um Rohrleitungen zu verdecken – hiermit wird gewährleistet, dass Wärmedämm- und Trittschallplatten ohne Hohlstellen verlegt werden können.

Polystyrolbeton

Dieses Material wird in Säcken auf die Baustelle geliefert und durch Zugabe von Wasser sowie Zement mittels einer Mischvorrichtung gemischt und direkt zur benötigten Stelle gepumpt. Anschließend wird das Material abgezogen. Der Lambda-Wert von Polystyrolbeton liegt bei ca. 0,07.

Splittbeschüttungen

Die Lieferung erfolgt je nach Bedarf lose oder im Silo. Durch Zugabe von Wasser und Zement wird dieser mittels Pumpe zur Einbaustelle gepumpt. Anschließend wird das Material abgezogen. Splittbeschüttungen werden benötigt, wenn höhere Belastungen vorhanden sind (Garagen, etc.).

Wärmedämmleichtbeton

Die Herstellung lehnt sich an das Prinzip des Polystyrolbeton an. Anstelle von Zement werden jedoch diverse Bindemittel verwendet, um eine schnellere Austrocknung zu erzielen. Der Lambda-Wert durch Zugabe dieser Bindemittel beträgt ca. 0,04-0,055.

ÖNORM B 6550

Seit Sept. 2006 gelten neue ÖNORMEN für EPS - Schüttungen, Wärme- und/oder Trittschalldämmungen am Hochbau (auch für Einfamilienhäuser).

Conclusio/Erklärung:

Bei einer EPS-Schüttung unterscheidet man grundsätzlich:

  • kunstharzgebunden
  • zementgebunden (handelsüblicher Zement)
  • durch mineralisches Spezialbindemittel gebunden (Thermotec)

EPS = Expandierter Polystyrolschaum - auch Styropor genannt. EPS-Kugeln (Korngröße ca. 2-8 mm) werden mit verschiedenen, meist mineralischen Bindemitteln vermischt. Die dadurch entstandene, mehr oder weniger erdfeuchte Masse, wird dann auf die Baustelle geliefert und als Niveauausgleich verarbeitet.

In den vergangenen Jahren entstanden immer wieder gravierende Schäden mit verschiedenen, nicht normgerechten Schüttdämmungen. In Zusammenarbeit mit einigen Fachleuten der Dämmstoffindustrie, dem Normungsinstitut und der MA 39 wurde eine neue Fachnorm entwickelt.

Nur in Österreich werden im Hochbau jährlich mehrere Millionen € zur Reparatur von Schäden im Fußbodenbereich bei Neubauten benötigt. Hier legen wir Ihnen ans Herz, schon bei der Planung auf die richtigen Materialien zu achten. Gerne stehen wir für jegliche Informationen zur Verfügung!

In diesem Artikel möchten wir lediglich in Stichworten zusammenfassen, worauf Sie achten sollten!

    1. Jegliche Schütt-Dämmsysteme welche die Bezeichnung "Trittschalldämmung" und/oder "Wärmedämmung" tragen, unterliegen seit September 2006 der oben genannten ÖNORM B6550.
    2. Hier müssen die Eigenschaften über das Schüttgewicht, Trockengewicht, Belastbarkeit, Wärmeleitfähigkeit, Kriechverhalten, dyn. Steifigkeit (bei Trittschalldämmung), Druckspannung, Ausgleichsfeuchtigkeit usw. bekannt gegeben werden.
    3. ALLE Produkte die diese Anforderungen nicht erfüllen können, dürfen NICHT als "Trittschalldämmung" und/oder "Wärmedämmung" am Markt angeboten werden.

Aufgrund dieser Kriterien der ÖNORM B 6550, welche tatsächlich sehr aufwendig sind, verursachen diese dem Verarbeiter, bedingt durch eine Vielfalt von Neu-Investitionen, auch eine Vielzahl an Kosten – welche sich am Markt inkl. Preisdumping bewähren müssen.
Denkt man an die zahlreichen Schadensfälle die hier vonstatten gehen, kann eine so geringfügige Mehrinvestition dem Bauherrn ein Vielfaches an Ärger, Kosten, Zeit und Nerven ersparen.